Mi

07

Jan

2009

Die Kostenfallen der so genannten Billigflieger

Endlich!

Die EU-Kommission und die Verbraucherzentralen in Deutschland haben endlich begriffen, dass die Flughafen-Angaben der so genannten Billigflieger teilweise erlogen und an den Haaren herbeigezogen sind.

Jetzt, nach langen Jahren des Stillhaltens, will man sich diesem Problem zuwenden.

Beispiele gibt es genug


Frankfurt-Hahn: Herausragendes Beispiel in Deutschland ist die Flughafenbezeichnung „Frankfurt-Hahn“. Der Flughafen Hahn liegt 130 Kilometer von Frankfurts Innenstadt entfernt. Das heißt, man kann zwei Stunden im Bus unterwegs sein, um an sein versprochenes Ziel zu kommen. Und der Fahrpreis für den Bus ist oft höher als der Preis für das Ticket selbst, vor allem dann, wenn man mit dem Bus auch wieder zurück muss.

Doch es gibt noch ein Problem mit der langen Anfahrt. So meldet heute Morgen der Rhein-Main-Verkehrsverbund, dass es aufgrund der Wetterlage zu erheblichen Verspätungen und gar Ausfällen von Busverbindungen von Frankfurt nach Hahn kommt.
Und noch eines muss der Passagier wissen, auf dem Flughafen selbst wird es in Kürze zu einer der unverschämtesten Abzocke auf Flughäfen kommen. Unter dem Deckmäntelchen „HahnTaler“ muss ein Passagier drei Euro Eintritt in den Flughafen bezahlen.

Hahn ist eines der abschreckendsten Beispiele für die Flughafenlügen der Airlines, und als Dank dafür, dass man sich den Strapazen einer 130 Kilometer langen Fahrt nach Frankfurt aussetzen muss, wird man von der Flughafenverwaltung mit drei Euro zur Kasse gebeten.

Oslo, Barcelona und London:
Nicht viel besser geht es Reisenden mit Ryanair nach Oslo. Dort werden die Reisenden in Torp abgesetzt. Und Torp liegt ca. 130 Kilometer von Oslo entfernt. So ist der Oslo-Reisende zwei Stunden unterwegs, um nach Oslo zu kommen. Übrigens: Die einfache Fahrt von Torp nach Oslo kostet etwa 20 Euro. So bezahlt eine Familie mit zwei Kindern für die Hin- und Rückfahrt 160 Euro nur für den Transfer.

Wer glaubt, dass Ryanair wie angekündigt nach Barcelona fliegt, hat sich getäuscht, denn man landet in Reus, einem Flughafen, der 110 Kilometer von Barcelona entfernt ist. So braucht man etwa 1,5 Stunden zusätzlich, um an sein Reiseziel zu kommen und muss noch für die einfache Fahrt elf Euro bezahlen.

Eine weitere Lüge ist London-Stansted. Eine Flughafenbezeichnung, die ebenfalls an den Haaren herbeigezogen ist. Einmal braucht man auch hier bis zu zwei Stunden um Londons Innenstadt zu erreichen, und die Preise sind auch nicht ohne: Eine einfache Fahrt ist nicht unter 34 Euro zu bekommen.

Fazit - Die Lügerei der so genannten Billigflieger kann durch ihre Flughäfen, die in der „Pampa“ liegen, und ihre immer noch undurchsichtigen Zuschläge zu einem teuren Vergnügen werden. Deshalb sollte man, bevor man einen sogenannten Billigflieger bucht, Preisvergleiche mit Linienfliegern anstellen, die oft in der Gesamtsumme billiger sind.

(Quelle:www.airline-bewertungen.eu)

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