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12

Nov

2008

Flugzeugabsturz bei Graz: Pilot war vermutlich nicht alkoholisiert!

 

 

 

(Kleine Zeitung) Absturz bei Zwaring hat am 02.11.2008 (siehe Bericht) drei Grazern das Leben gekostet. Nun fand man bei der Obduktion keinen Hinweis auf Alkohol oder einen Herzfehler. Die technische Untersuchung des Flugzeuges wird noch Monate dauern.

 

"Keine körperlichen Auffälligkeiten" hat die bisherige Obduktion jenes Piloten ergeben, der mit einem Sportflugzeug vor eineinhalb Wochen in einem Wald südlich von Graz abgestürzt war. Der 57-jährige Unternehmer, seine 32-jährige Tochter und seine 39-jährige Nichte waren ums Leben gekommen. Wie es am Mittwoch aus dem Landeskriminalamt hieß, gebe keine Hinweise auf Beeinträchtigung durch Alkohol oder einen Herzfehler.

Obduktion. Die Leiche des verunglückten Piloten wurde am vergangenen Freitag an der Grazer Gerichtsmedizin obduziert, und zwar auf Anordnung der Bundesanstalt für Verkehr. Nach Auskunft der Gerichtsmedizin sind die Untersuchungen aber noch nicht abgeschlossen.

 

Analysen. Ob ein technischer Defekt zum Absturz geführt hat, ist derzeit noch unklar. Das Wrack wurde vergangene Woche geborgen und nach Freigabe durch die Staatsanwaltschaft nach Wien zur Bundesanstalt für Verkehr überstellt. Dort werden die "brauchbaren" Teile von der Luftfahrt-Unfalluntersuchungsstelle technisch ausgewertet. Ebenso wird eine Analyse des Funkverkehrs und der Radaraufzeichnungen erfolgen.

Experten. Da das Wrack "in extremen Maß" zerstört sei, werde die Auswertung sicherlich Monate dauern, hieß es von der Untersuchungsstelle gegenüber der APA. Drei bis fünf Mitarbeiter der Dienststelle und zahlreiche externe Experten - insbesondere von den Herstellerfirmen der elektronischen Komponenten - werden sich mit dem Absturz befassen.

Spekulationen. Dass es am Unfallort keinen Hinweis auf einen technischen Defekt gab, sei zwar grundsätzlich richtig, doch sei dies aufgrund der Zerstörung auch nicht zu erwarten gewesen, hieß es vonseiten der Luftfahrt-Unfalluntersuchungsstelle. Spekulationen über technische Ursachen des Absturzes seien daher gegenwärtig "Kaffeesudleserei".

 

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